Donnerstag, 13. Juni 2013

Dark Destiny – Jennifer Benkau



Klapptext



Hilflos musste Joy mit ansehen, wie Neél von ihren eigenen Leuten gefangen genommen und gefoltert wurde. Ihre große Liebe, all ihre Hoffnungen und Zukunftspläne zersplittern zu einem Scherbenhaufen, als sie schließlich von Neéls Tod erfährt. Trotz ihrer unendlichen Trauer fasst Joy einen folgenschweren Entschluss: Sie will nicht länger zu Matthials Clan gehören. Also macht sie sich allein und schlecht ausgerüstet auf den Weg durch Bomberland und von feindlichen Clans besetztes Gebiet. Es ist eine Suche nach Antworten: Wie starb Neél? Und warum? Doch es ist auch eine Suche, an deren Ende Hoffnung steht. Hoffnung auf eine zweite Chance.


 

Meinung



Obwohl ich definitiv sagen muss, dass ich ein absoluter Fan von „Happy Ends“ im Sinne von „Sie lebten lange und in Frieden“ bin, war das Ende des zweitens Teils von Dark Canopy mehr als verständlich. Beide Charaktere haben sich so weit entwickelt wie sie nur konnten. Sie haben versucht Kompromisse einzugehen zum Wohle des anderen, aber sich selbst dabei verloren. Es war vernünftig und realistisch, aber ich hätte das Buch trotzdem gerne gegen die Wand geschmissen, als plötzlich keine weiteren Seiten mehr kamen. Tja…

Alle Charaktere, ob nun Protagonist oder kleiner Nebencharakter, durchleben eine Entwicklung von der ersten bis zur letzten Seite. Sie bleiben alle lebendig und werden nicht stumpf in ihre vorgegebene Form gepresst. Das gefällt mir so an der Reihe, denn auch wenn man manchmal denkt, „Was macht Joy da???“ passt es immer zu den wesentlichen Verhaltenszügen und doch überraschen sie einen.

Die Umgebung und die sich verändernde Situation in der sich die beiden Protagonisten befinden wird sehr gut dargestellt. Es kommen nach und nach die Spannungen zum Vorschein, die sich dann in einem wirklichen Knall entladen. Allerdings zog es sich dann doch bis die Spannung begonnen hat. Der erste Abschnitt der Geschichte, als sich Joy bei den Rebellen befindet, war meiner Meinung nach zwar realistisch, aber auch langatmig. Das wäre damit auch mein einziger Kritikpunkt.

Die Schreibweise der Autorin Jennifer Benkau fasziniert mich immer noch. Bei manchen Büchern hat man als Leser das Gefühl, dass die Umgebung zwar sehr Lebensfeindlich ist, man sich aber durch blumige Beschreibungen und nicht ins Detail ausgearbeitete „Momentaufnahmen“ doch damit abfinden könnte dort zu leben. Bei Jennifer Benkau hingegen bekommt der Leser die ernüchternde, detaillierte Realität. Selbst wenn man nicht so viel über gewisse Gerüche wissen möchte, die Autorin findet immer die passenden Vergleiche und man spürt fast ihre eigene Faszination. Wahnsinn.

TIP:

Ich möchte allen, die das Buch noch nicht gelesen haben, nahe legen, den Prolog nochmal am Ende zu lesen, denn dann bekommt man recht viele Antworten auf zuvor in den Raum geworfenen Fragen.

Autor


Jennifer Benkau wurde 1980 in Solingen geboren, wo sie heute mit einem Ehemann, drei Kindern und zwei Katzen lebt. Benkau schreibt Bücher, weil es ihr ein Bedürfnis ist, Geschichten zu erzählen, sie aber beim Reden stottert. Zum Schreiben braucht sie Wind, laute Musik, Schokolade, Kiwis und Kaffee; aus dieser Mixtur entstehen paranormale Liebesromane, die der Autorin als Ausgleich dienen. Ihr Debütroman, "Nybbas Träume", erschien im Juni 2010. (Quelle: Lovely Books)

Fazit


Der zweite Band ist gelungenes Ende einer Geschichte bei der man Hautnah dabei war, obwohl man es manchmal einfach nicht wollte. (^.^)

Geschichte: 4 / 5
Geschreibe: 5 / 5
Gefühle: 4,5 / 5


Insgesamt erhält die Dystopie „Dark Destiny“ von Jennifer Benkau von mir 14 von möglichen 15 Punkten wird somit von mir ins rote Regalfach gestellt.

Weitere Teile der Reihe
(Dark Canopy):

Band 1: Dark Canopy

Informationen zum Buch:
Autor: Jennifer Benkau
Taschenbuch: 462 Seite
Verlag: script 5
Preis regulär: 18,95 €

Kommentare:

  1. Der zweite Band ist gelungenes Ende einer Geschichte bei der man Hautnah dabei war, obwohl man es manchmal einfach nicht wollte. (^.^)


    .lach. dein Fazit ist der Hammer!
    Liebe Grüße :))

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